Reisebericht

Kritischer Reisebericht I – Müll

März 10, 2017
Sustainability

Ihr Lieben,

Nach vier Wochen auf Reisen werden die ersten kritischen Gedanken laut. Die frische Luft, die Zeit und Ruhe auf dem Schiff haben wohl dazu geführt. Denn wir waren zwei Tage auf dem Mekong unterwegs, um von Thailand ins Landesinnere nach Laos, Luang Prabang zu gelangen. Dabei hatten wir Zeit uns die Landschaft anzuschauen, zu entspannen und unsere Gedanken schweifen zu lassen. Neben einigen lauten Touristen und wenigen Laoten, die zustiegen oder das Schiff verließen ist uns vor allem die Menge an Plastik-Müll aufgefallen. Tüten, Strohhalme, Flaschen und Verpackungen werden in Thailand und Laos in einem wesentlich größeren Ausmaß verwendet als bei wir es von Deutschland dank Pfand und Recycling gewöhnt sind.

Schon wollen wir uns einmischen und sagen: „Verwendet nicht so viel Plastik und werft ihn nicht achtlos weg. Denn damit zerstört ihr die Umwelt nachhaltig“. Dabei fängt es doch bei uns selbst an, oder nicht? Wir nutzen täglich Plastik – warum aber keine Alternativen?

Die Meere und Natur sind voll mit Plastik. In Fischen und anderen Meereslebewesen konnten bereits Kleinstteile nachgewiesen werden, die sie über ihre Nahrung aufnehmen. In Asien müssen wir beobachten, dass Müll achtlos in die Umwelt geschmissen oder am Straßenrad verbrannt wird. Auch auf Kuba haben wir beobachten müssen, wie Menschen mit Müll umgehen und dabei die Umwelt zerstören. An einem bestimmten Strand haben sich aufgrund der Strömung täglich mehrere Tonnen Müll angesammelt. Wir glauben, das muss nicht sein.

Unser persönliches Fazit

Deshalb fragen wir uns: Wie wollen wir reisen? Welche Erkenntnisse sollten wir aus unseren Beobachtungen ziehen und was kann unserer Beitrag sein? Morgen ist zu spät, daher setzen wir Folgendes ab sofort um:

Generell lehnen wir jede Plastiktüte ab (haben wir eh schon gemacht), einen Jutebeutel oder Rucksack haben wir eh immer dabei.

Auf dem Markt haben wir uns schicke Chop-Sticks gekauft, damit wir in den Straßenküchen und Restaurants nicht die aus Plastik, am besten in Plastik eingepackt nehmen müssen.

Im Dschungel haben Malte und einige Kanadier Becher aus Bambus für jeden unserer Hiking-Gruppe geschnitzt, die wir nun für Getränke nutzen.

In Luang Prabang verkauften sie im L’Etranger Tea & Book selbst gebaute Strohhalme.

Wir würden uns freuen, wenn Ihr egal ob daheim oder auf Reisen mitmacht.

Schickt uns auch gerne Eure Tipps und Eindrücke.

Wir wollen nicht zuletzt aufgrund unserer Erlebnisse auf Reisen unser Verhalten nachhaltig ändern. Dabei ist natürlich aller Anfang schwer. Aber es geht uns nicht darum, zu verurteilen oder zu Hause alle Sachen wegzuschmeißen, sondern vielmehr um einen bewussteren Lebensstil. Darum ein Vorbild zu werden. Deshalb werden wir uns noch mehr zu dem Thema Nachhaltigkeit informieren und werden ein Projekt aus dem Bereich Umweltschutz unterstützen. To be continued…

  1. Toller Kommentar! Aber selbst wenn man schon etwas umweltbewusster lebt als andere, so muss man es sich doch immer wieder vergegenwärtigen. Vorgestern, ich kaufe Fisch und man will ihn mir in Alufolie einschweißen. Ich lehne dankend ab, da ich den Fisch sowieso zwei Stunden später zubereiten werde. Zweimal wird nachgefragt, ob ich nicht doch die Aluverpackung möchte. Nein! Andere Kunden gucken schon und ich hoffe sie überlegen, wie sie es machen.
    Macht weiter so! Seid umarmt und einen dicken Kuss.

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