Reisebericht | Malaysia

Hai gesichtet – Tauchen auf den Perhentian Inseln

Juni 18, 2017
Perhentian Islands

Vor den Perhentian Inseln sind wir schon an ein paar anderen Spots auf der ganzen Welt getaucht. Insgesamt haben wir zwar „erst“ rund 30 Tauchgänge, aber sind seit dem ersten Tauchgang im Meer völlig fasziniert. Jedoch immer ohne Hai. Bislang wurde Maltes Traum vom Schwimmen mit einem dieser erstaunlichen Tiere, die bereits seit Millionen von Jahren in unseren Ozeanen leben, noch nicht erfüllt – bis zu unserem Aufenthalt auf den Perhentian Islands…

Um es direkt vorauszunehmen: Nein, Mama, es sind keine aggressiven Tiere und sie greifen naturgemäß keine Menschen an. Wir tauchen ja auch nicht mit einem weißen Hai und auch diese Angst wird vor allem von der Filmindustrie und den Medien geschürt.

Da wir hörten, dass es auf den Perhentian Islands eine gute Chance gab, fuhren wir in den Nordosten von Malaysia. Nach einer langen und unangenehmen Nachtbusfahrt, weiteren 1,5 Stunden in einem Bus und auf der Fähre haben wir schließlich unser Ziel erreicht. Es war wunderbar: Das Wasser ist türkis und kristallklar. Wenn dort nicht so viele Boote vor den Hotels ankern würden, hätte die Insel aus einem Film wie „The Beach“ oder „Blue Lagoon“ stammen können. Es gab jedoch auch mehrere Orte, an denen noch keine Touristen waren. Wir hoffen nur, dass die Natur und die Unterwasserwelt so bleiben wird.

Ein Wrack wie bei Fluch der Karibik

Das erste Highlight war unser erstes Wrack, das wir uns unter Wasser anschauen konnten. Es ist ein aufregendes Gefühl, so als würde man die Titanic betauchen oder im Film „Fluch der Karibik“ auf Schatzsuche gehen. Trotz der schlechten Sicht konnten wir einen Skorpionfisch, einen Feuerfisch und einen Stachelrochen mit blauen Punkten ausmachen.

Nach mehr als 30 Tauchgängen fühlen wir uns mittlerweile sehr gut unter Wasser. Das liegt vor allem an unserem tollen Tarierungs-Tauchgang, den wir bei unserem Advanced Open Water Diver auf Koh Tao gemacht haben. Es ist erstaunlich, wie man man sich nur mit den Lungen und dem Strom manövrieren kann. Mit ausgeglichener Tarierung  macht das Tauchen noch mehr Spaß, da man sich nicht mehr auf die eigene Person konzentrieren muss sondern auf die Umgebung achten kann. So können wir einfach schweben, um einen Fisch zu betrachten oder durch Höhlen zu tauchen. Mit einem Tank von 200 Bar können wir so bis zu einer Stunde die Unterwasserwelt erkunden – solange wir nicht unter 20 Meter sind.

Unsere ersten Haie

Rund um die beiden Perhentian Inseln liegen etwa 30 markierte Tauchplätze, von denen wir 5 sehr schöne gesehen haben, darunter auch das Wrack. Die Unterwasserlandschaft ist super schön und abwechslungsreich. Wir tauchten um Kuppelriffe inmitten des Ozeans herum, schwammen über riesigen Korallen im seichten Wasser und sahen unsere ersten „echten“ Haie.

Drei Blacktip Riffhaie haben wir auf unseren Tauchgängen gesehen. Super beeindruckend und faszinierend, wenn eines dieser schönen Tiere an einem einfach vorbei schwimmt und man die Kiemen und Flossen betrachten kann.

Länger betrachten konnten wir als weiteres Highlight eine Meeresschildkröte – so schöne Tiere! Aber auch die vielen kleinen gelben Kugelfische und auch richtig große Kugelfische konnten wir sehen und waren absolut fasziniert. Es ist unbeschreiblich und einfach überwältigend, sie im Wasser in ihrer natürlichen Umgebung zu sehen, wie sie miteinander spielen oder einfach nur herum schwimmen. Alles in allem können wir sagen, dass alle Tauchplätze wirklich schön waren und die Inseln definitiv und einen Besuch wert, vor allem für Taucher.

Unterkunft

Wir waren bei den Panorama Divers, da hier die besten Pakete angeboten wurden. Wir haben 5 Tauchgänge und zwei Nächte in einem Bungalow gebucht. Die Zimmer waren ok, aber leider versammelten sich in der Nacht jede Menge Moskitos und raubten uns trotz Mückennetz den Schlaf.  Für die zweite Nacht haben wir uns ein Moskito Killer Spray gekauft, dass zwar dezent gestunken hat^^, aber wir haben es vor dem Abendessen angewendet und waren in der Nacht fast Mücken-frei. Die Tauchpakete sind zwar ziemlich billig, aber rechnet mal für Essen und Getränke den doppelten Preis im Vergleich zu dem auf dem Festland.

  1. Hallo Bine,
    danke, dass ich die „gefährlichen“ Abenteuer immer erst hinterher erfahre!
    Die Fotos sind einfach toll und ich wäre auch gern da; schwimmen und schnorcheln in solchem Wasser wäre ja auch schon was!
    Seid umarmt und einen dicken Kuss

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