Reisebericht | Malaysia

Essen und Kultur in Kuala Lumpur

Juni 28, 2017
Petronas Towers Kuala Lumpur

Kuala Lumpur ist die Hauptstadt von Malaysia und daher auf unserer Malaysia Reise wohl auch die teuerste Stadt. Das ist jedenfalls eine Erinnerung, die bleiben wird, da dadurch unsere Wahl des Hostels beeinflusst wurde. Die Unterkunft trägt wie wir festgestellt haben sehr dazu bei, wie und ob wir uns in einer Stadt wohlfühlen. In unserem Malaysia Highlight Malakka hatten wir einen tollen Host und ein super gemütliches Guesthouse. Dadurch haben wir uns direkt wohl gefühlt. Anders in Kuala Lumpur, wo wir uns auf ein schickes Zimmer gefreut haben und uns schließlich doch für die günstigere Variante entschieden haben. Auch hier hatten wir eine schöne Zeit, aber das Grundgefühl war irgendwie anders.

Indisches Essen in Kuala Lumpur

Eine weitere Sache, die für uns zum Wohlfühlen auf Reisen beiträgt ist die kulinarische Vielfalt. Nein, wir futtern nicht den ganzen Tag, aber wir suchen gerne nach neuen Gaumenfreuden, die uns neue Energie geben. Nach George Town sind wir große Fans von indischem Essen und wollten weitere Gerichte dieser leckeren Küche ausprobieren. Unser schnell zum Liebling avancierte Restaurant lag praktischerweise direkt bei uns um die Ecke. Die Auswahl war groß, das Essen günstig und wie immer sehr lecker. Besonders die vegetarische Küche beherrschen die Inder perfekt mit viele Geschmacksvarianten, die wir gar nicht kennen. Ich bin gespannt, wie der Vergleich zu einem indischen Restaurant in Deutschland sein wird.

Schöne Cafés

Da wir uns für die günstigere Variante beim Hostel entschieden hatten, wollten wir uns als Ausgleich sozusagen schöne Cafés und leckere Frühstücke gönnen. So hatte ich eine Liste mit den wohl neun attraktivsten Spots in Kuala Lumpur rausgesucht, von denen jeder eine Auswahl treffen konnte. Wir entschieden uns ziemlich eindeutig für das VCR und Dr.Inc. Beide Cafés sind etwas abgelegen, wurden von meist chinesischen Touristen bevölkert (besonders das VCR) und haben gehobenere Preise. Wir haben leckeren Kaffee getrunken, leckere Quiches gegessen und die Zeit genutzt, um ein paar Artikel für den Blog zu schreiben. In dieser Atmosphäre konnten wir uns länger aufhalten und die Zeit genießen. So haben wir unsere eigenen kleinen Highlights kreiert und trotz Billigunterkunft die nette Atmosphäre in den Café genießen können.

Sehenswürdigkeiten und persönliche Highlights

Natürlich haben wir auch die touristischen Highlights Kuala Lumpurs gemacht. Erster Stop waren die Batu Caves. Obwohl die Bahn wegen Störungen am ersten Tag nicht fuhr ist es dennoch das beste Transportmittel. Zu den Batu Caves hin und zurück sind wir für 14 RM gefahren (rund 3€ zusammen!). Die Hauptattraktion, der Temple Cave, ist kostenlos, sodass man einen schönen Nachmittag verbringen kann ohne dabei viel Geld auszugeben. Die kleineren Tempel und eine Höhle kosten zusätzlichen Eintritt, die wir nur teils besucht haben (Tempel je 5RM und 35-80 RM für eine geführte Adventure Tour im Dark Cave).

Nach dem Besuch von mehreren Höhlen und Tempeln müssen wir jedoch sagen, dass wir nicht mehr jeden Tempel mitnehmen, sondern uns auf die Highlights konzentrieren. Das mag seltsam klingen, aber auch an den Petronas Towers konnten wir für die Wassershow nicht die volle Begeisterung aufbringen. Wir waren dort und haben uns die beiden Türme angeschaut, haben auf den Sonnenuntergang gewartet und Fotos gemacht, aber letztlich sind es Gebäude, die angestrahlt werden. In Erinnerung bleiben wird mir eher das Gefühl, dass ich hatte, während wir mit einem im Supermarkt gekauften kalten Kronenburg Blanc und Sushi davor saßen und uns zuprosteten. Das leckere Bier war vielleicht mein Kuala Lumpur Highlight an diesem Tag, zusammen mit dem Blick auf ein Malaysia Highlight, das in dem Augenblick jedoch vermutlich austauschbar gewesen wäre. Daher lassen wir uns generell nicht mehr treiben von „Das musst Du gesehen haben“-Spots sondern entscheiden jedes Mal neu, was wir gerne und wie erleben möchte.

Kuala Lumpur Highlights

  • Indisches Essen: Bei unserem Lieblings-Restaurant „Kader“ sitzt man zwar nicht schick, sondern auf den üblichen Plastikstühlen, aber dafür authentisch. Die Auswahl entweder von der Karte oder vom Buffet ist vielfältig und preisgünstig – und der Apfel Lassi meine absolute Empfehlung!
  • Vegetarisches Essen: Um eine Zeit lang auf Fleisch und Fisch zu verzichten und trotzdem vielfältig und lecker zu Essen sind die asiatischen Länder prädestiniert. Die indischen Restaurants haben eine große Auswahl und in Kuala Lumpur bieten auch einige chinesische Restaurants nur vegetarische Spezialitäten mit Tofu in den unterschiedlichsten Varianten an.
  • Central Market: Der Markt befindet sich unmittelbar in der Nähe von Chinatown. Im Gebäude selbst findet sich eine schöne Auswahl aus teils handgemachten Souvenirs. Außerhalb finden sich einige Essen-Stände und ansonsten leider auch viel Ramsch. Daher unbedingt drinnen (1. und 2. Stock) stöbern. Eine neue Tasche gehört jetzt mir 🙂
  • Batu Caves: Beeindruckend sind die Höhlen, die über 272 steile Treppenstufen zu erreichen sind. Auf dem Weg hoch kann man einige Affen beobachten, die friedlich sind, aber sobald Essen oder Getränke auftauchen sich darauf stürzen und Machtkämpfe austragen. Besser nicht ärgern und Abstand halten. Lustig: Die Affen haben für Fotos und Selfies fein still gehalten.

Fazit

Auf den ersten Blick ist Kuala Lumpur teuer, ungeordnet und laut. Aber wir haben auch in dieser Stadt unsere persönlichen Malaysia Highlights gefunden. Das war bei uns das super leckere indische Essen und der Central Market, kann aber für jemand anders auch die Petronas Towers und die Shoppingmeile sein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.