Reisebericht | Thailand

Die Tempelanlagen von Ayutthaya und Sukhothai

Februar 13, 2017
Tempelanlage von Ayutthaya

Hallo World, nach aufregenden Tagen in Bangkok ging es weiter in den Norden von Thailand. Die nächsten Ziele auf unserer Highlight-Liste waren Ayutthaya und Sukhothai, zwei historisch wichtige Städte. Beide sind gut mit dem Zug von Bangkok aus erreichbar und bieten eindrucksvolle Ruinen und Tempelanlagen.

Ayutthaya

Erste Station: Ayutthaya, die Hauptstadt des siamesischen Königreiches ab dem 13. Jahrhundert. Ein bisschen mehr als zwei Stunden hat die Fahrt in dem völlig ausgekühlten Zug gedauert, aber nur weil der Zug aus uns unbekannten Gründen 45 Minuten an einem winzigen Bahnhof gehalten hat. Die Zugfahrt an sich ist schon ein Erlebnis und absolut empfehlenswert. Wir sind in der ersten Klasse gefahren, da die anderen Klassen ausgebucht waren. Die erste Klasse ist für die Einheimischen leider kaum bezahlbar. In der Holzklasse wurden noch die Bänke aufgebaut, als wir einstiegen. Hier kann es passieren, dass man keinen Platz bekommt. Dies ist bis Ayutthaya ggf. okay, aber für weitere Strecken mit Gepäck nicht empfehlenswert.
Tipp: Nehmt Euch auf jeden Fall ein Tuch oder ein langes Shirt mit, die Klimaanlage in den Zügen läuft auf Hochtouren sowie ggf. ein Buch für Wartezeiten am Bahnsteig und im Zug.

In Ayutthaya angekommen haben wir mit einer kleinen Fähre ins Zentrum übersetzen können, die gerade Mal 5 Minuten vom Bahnhof entfernt ablegt (5 Baht pro Person), also nehmt kein teueres Tuk Tuk. Es waren unsere ersten Tempel Ruinen, daher waren wir ganz schön beeindruckt. Viel über die Geschichte und Kultur ließ sich vor Ort allerdings nicht herausfinden. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten schafft man gut an einem Tag per Rad. Die ausgehändigte Straßenkarte war jedoch nicht wirklichkeitsgetreu, da einige Straßen fehlten und einige Standorte falsch markiert waren. Nachmittags solltet Ihr unbedingt eine Bootstour um die Stadt machen (Start 16 Uhr für etwa 200 Baht inklusive drei Stopps).

Sukhothai

Die alten Tempel und Ruinen von Sukhothai (Old Town) haben uns besser gefallen. Das Städtchen ist beschaulicher und die Ruinen besser erhalten. Die Anfahrt ist jedoch etwas langwieriger, da der Zug nur in Phitsanulok hält, von wo aus es per Bus (35 Baht bis Sukhothai) und Tuk Tuk (30 Baht bis Old Town) weitergeht.

Auch hier haben wieder alles mit dem Rad erkundet (30 Baht pro Rad), wodurch wir nach einer kleinen Panne auf dem Land eine besondere Begegnung mit einigen hilfsbereiten Thais hatten. Auf der Suche nach einem Wasserfall landeten wir nach rund 20 km bei einem Cave. Dieser war sehr schön, und obwohl so abgelegen kamen zufällig kurz nach uns zwei Thailänder an, um zu beten. Kurze darauf tauchte ein Mönch-Novize auf einem Rad auf, der den Gong schlug und anschließend wieder davon radelte.

Auf unserem Rückweg hatten wir direkt zu Beginn einen Platten (Bine). Nach einigen Kilometern auf dem Gepäckträger hielten wir ein Auto an. Die Fahrerin, eine „Nurse“ wie sie stolz verkündete, lud das Fahrrad samt Bine ein und nahm sie bis zum nächsten Ort mit. Dort wusste sie gar nicht wie ihr geschah, als jemand das Fahrrad auslud, reparierte und sie gleichzeitig zum familiären Essen eingeladen wurde. Einige Minuten später stieß auch ich dazu und probierte die landestypischen Köstlichkeiten.

Besonders die zentralen Tempel sind in der „Golden Hour“ ein absolutes Highlight. Tipp: Ab 17 Uhr sind die meisten Tempelanlagen frei zugänglich. Daher haben wir unser Dinner kurzer Hand an den See zwischen den Tempeln verlegt.

Erstes Fazit / Learning by doing

  • Hostels und Sightseeing-Tickets lassen sich prima vor Ort suchen/buchen
  • Einfach mal selbst auf Erkundungstour gehen
  • Sich Zeit lassen auf Reisen ist wichtig, um die Eindrücke zu verarbeiten
  • Beide Punkte machen das Reisen entspannter und in der Regel auch preisgünstiger
  • Die Thailänder sind sehr hilfsbereite Menschen!! (nicht neu, aber immer wieder erwähnenswert)
  1. Hallo Ihr Lieben, das hört sich ja sehr spannend und eindrucksvoll an. Weiterhin schöne Erlebnisse und auch Entspannung. Seid umarmt Mama

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