Reisebericht | Indonesien

Aufstieg zum Mount Merapi

Juli 9, 2017
Yogyakarta Mount Merapi Nebel

Den Mount Merapi haben wir am letzten Tag bestiegen, war aber zusammen mit der Pizza unser Yogyakarta Highlight. Wir sind froh, dass wir bis zum Ende unseres Aufenthaltes gewartet haben, da besonders ich meine Beine danach sehr gespürt habe.

Der Merapi ist ein noch aktiver Vulkan, der 2014 das letzte Mal ausgebrochen ist und 2010 sogar den Tempel Borobodur, der 30 km entfernt liegt, mit Asche überdeckt hat. Normalerweise besteigt man den Berg von der südlichen Seite aus. Ich hatte jedoch einen Startpunkt im Norden vom Berg zwischen dem Mount Merapi und Mount Merbabu rausgesucht. Es stellte sich als die bessere Variante heraus, auch wenn der Weg dahin sehr abenteuerlich war! Übrigens Mount Merbabu kann man auch besteigen, allerdings so sagte man uns in zwei Tagen, also mit einer Nacht im Zelt. Sicherlich auch ein schönes Abenteuer.

Morgens sind wir aufgebrochen, um möglichst früh aufsteigen zu können und die Landschaft und den Berg im Morgengrauen zu sehen. Die Fahrt zum Mount Merapi war wunderschön – an Reisfeldern vorbei und durch mehrere kleine Dörfer. Schließlich wurde es jedoch ziemlich bergig (viel auf und ab) und die Straßen immer weniger ausgebaut (Achtung, Sand auf den Straßen). Außer einem kleinen Sturz ist jedoch nichts passiert und Malte ist super gefahren. Allein weiß ich nicht, ob ich nicht doch umgekehrt und den südlichen Aufstieg gewählt hätte.

Dadurch, dass wir den für Touristen unüblichen Start gewählt haben, mussten wir auch nicht die üblichen 150.000 Rupiah (etwa 10 Euro) pro Person zahlen. Auch ist die nördliche Seite sehr viel mehr bewachsen und anscheinend die Seite, zu der der Vulkan nicht ausbricht. Denn auf der zu Beginn sehr grünen Landschaft wuchsen viele hochgewachsene Bäume, die den letzten Ausbruch sicherlich nicht überlebt hätten. Der Weg ist steil und lang. Am Ende gibt es zwei Wege, die auf unterschiedliche Berge führen. Der eine ist relativ eben und der andere sehr steil, aus Asche und am Ende nicht mehr bezwingbar. Die „Stop“-Schilder hätten uns warnen können, aber wir wollten es mal ausprobieren 😉 Und wir haben es bis zum letzten Punkt geschafft.

Auf unserem Weg auf den Mount Merapi haben wir nur wenige Menschen getroffen. Zu Beginn einige alte Frauen, die riesige Körbe mit Stroh auf dem Rücken trugen sowie am Ende eine kleine Gruppe von Männern, die eine andere Gruppe an der Spitze mit ihrem Zelt ablösten. Vermutlich, um Messungen zu machen. Der Weg runter war auch aufgrund des einsetzenden Nieselregens und der kleinen Steinchen teils ziemlich rutschig. Wir waren doch froh, als wir nach der Scooter Fahrt etwas durchnässt aber sehr stolz wieder im Hostel waren.

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